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OT-Sicherheit: Warum intelligente Fernzugriffe oberste Priorität haben sollten

19.03.2026

Informationstechnologie (IT) und Betriebstechnologie (Operational Technology, OT) wachsen zusammen, so dass klassische Zugangsmöglichkeiten auf Vertrauensbasis nicht mehr ausreichen. Dieser Blogbeitrag beschäftigt sich mit steigenden OT-Risiken und stellt Strategien für die Absicherung industrieller Umgebungen über identitätszentrierte Kontrollen vor.

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Gayatri Karthy
Product Marketing Manager
OT Security
OT-Sicherheit: Warum intelligente Fernzugriffe oberste Priorität haben sollten
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Gayatri Karthy
Product Marketing Manager

Identitäten im Mittelpunkt der OT-Sicherheit – Statische oder dynamische Fernzugriffe

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Ein Anbieter auf der anderen Seite der Welt installiert ein routinemäßiges Update für ein kritisches OT-System. Nur Sekunden später wird ein Alarm ausgelöst: Ein Fehler bei den Zugriffsrechten setzt eine Kettenreaktion nicht autorisierter Änderungen in Gang, die das gesamte Netzwerk betreffen. Aufgrund fehlender OT-Sicherheit verlangsamen sich die Produktionsprozesse drastisch, während Ingenieurteams hastig nach der Ursache der Störung suchen. Spätestens jetzt erkennt die Führungsebene, dass es an Transparenz über Abläufe und durchgeführte Änderungen fehlt und daran, wie sie sich verhindern und rückgängig machen lassen.

Aktuelle Daten zeigen, dass es sich hier nicht um ein Schreckensszenario handelt, sondern viele Organisationen vor genau solchen Herausforderungen stehen. Mit Jahresbeginn erreicht die Konvergenz von IT und OT einen Wendepunkt, an dem der klassische Zugang auf Vertrauensbasis keine tragfähige Strategie mehr ist.

In diesem Blogbeitrag betrachten wir die aktuelle OT-Bedrohungslandschaft genauer, insbesondere mit Blick auf die industriellen Risiken moderner Konnektivität. Mit Privileged Remote Access können Organisationen diese Sicherheitslücken schließen, ohne kritische Prozesse zu stören.

Wachsende OT-Risiken: Es ist Zeit für Secure Remote Access

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Sichere Remote-Access-Verbindungen für betriebliche Technologieumgebungen sind unverzichtbar. OT-Umgebungen sind keine sekundären Angriffsziele mehr, sondern stehen mittlerweile unter direktem Beschuss durch Ransomware-Gruppen. Solche Angriffe basieren auf erbeuteten Zugangsdaten, die zu Produktionsabschaltungen, Sicherheitsrisiken und strafrechtliche Konsequenzen für Verantwortliche im Unternehmen führen können. Aus einem Problem betrieblicher Datenzuverlässigkeit ist nunmehr ein handfestes Sicherheitsproblem auf Vorstandsebene geworden.

Aktuelle Branchendaten verdeutlichen die wachsenden OT-Sicherheitsrisiken:

  • Steigende Zahl an Sicherheitsvorfällen: Im Jahr 2024 wurden fast 80 Ransomware-Gruppen aufgedeckt, die OT/ICS ins Visier nahmen - ein Anstieg von 60 Prozent gegenüber 50 erkannten Gruppen im Jahr 2023. (Quelle: Dragos, 2025 OT/ICS Cybersecurity Report)
  • Hohe Kosten durch Ausfallzeiten: Mehr als 50 Prozent aller untersuchten Ransomware-Opfer stammten aus dem Fertigungssektor (1.171 Angriffe). Ransomware-Gruppen wissen, dass selbst kurze Unterbrechungen erhebliche finanzielle und logistische Schäden verursachen können, so dass gefährdete Hersteller schneller zur Lösegeldzahlung neigen. (Quelle: Dragos, 2025 OT/ICS Cybersecurity Report)
  • Erweiterte Angriffsfläche: Mehr als 50 Prozent der Ransomware-Vorfälle im Jahr 2024 betrafen Remote-Dienste wie etwa VPN-Geräte oder RDP-Server (Remote Desktop Protocol), die kompromittiert wurden. (Quelle: Dragos, 2025 OT/ICS Cybersecurity Report)
  • Hyper-Targeting: Im Jahr 2025 gab es einen Anstieg von 46 Prozent bei Ransomware-Angriffen auf industrielle Betreiber sowie einen atemberaubend hohen Anstieg an Malware-Attacken um 3.000 Prozent, die speziell auf OT-Umgebungen abzielten. (Quelle: Honeywell 2025 Cybersecurity Threat Report)

Diese Trends haben gemeinsam, dass sie auf dem gleichen Zugangsweg erfolgen. Angreifer nutzen immer häufiger Zugangsdaten und Remote-Access-Dienste für die Einwahl auf kritische OT-Systeme, um größtmögliche Schäden anrichten zu können. In diesem Umfeld ist es wichtiger denn je, dass der Zugang überwacht und gegebenenfalls widerrufen werden kann.

OT-Konnektivität zwischen Effizienzgewinn und Risiko

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Betriebstechnologie unterscheidet sich grundlegend von klassischer IT. OT-Systeme steuern industrielle Prozesse, von Fließbändern und Chemieanlagen bis hin zu Energieverteilungs- und Transportnetzen. Welche Probleme treten bei OT-Systemen häufig auf?

  • Betrieb mit Legacy-Protokollen: Viele Systeme wurden konzipiert, als Cybersicherheitsvorgaben noch nicht berücksichtigt wurden.
  • Kontinuierliche Betriebszeit: Im Gegensatz zu einem Büro-Laptop kann ein OT-Controller nicht einfach im laufenden Betrieb aktualisiert werden.
  • Abhängigkeit von Drittanbietern: Moderne Effizienz basiert auf Fernüberwachung, Cloud-Integration und 24/7-Unterstützung durch Dienstleister.

Höhere Konnektivität verbessert die Effizienz, senkt Reisekosten und Zeitaufwand für Ingenieure, beschleunigt Wartungsprozesse — und schafft auch neue Angriffsflächen. Ein falsch konfigurierter Zugangspunkt, wiederverwendete Zugangsdaten oder nicht verwaltete Sitzungen führen schnell zu Ausfallzeiten, Sicherheitsrisiken oder regulatorischen Verstößen.

Außerdem bringen OT-Netzwerke besondere Herausforderungen mit sich. Viele OT-Netze sind segmentiert oder ganz abgetrennt - Legacy-Systeme und moderne Digitallösungen sind gleichermaßen im Einsatz. Die verantwortlichen Teams müssen ihre Sicherheit und Zuverlässigkeit gewährleisten und zugleich Technikern, Dienstleistern und Support-Mitarbeitern externe Zugriffe ermöglichen. Ohne starke Identitätssicherheitskontrollen leiden Organisationen in der Folge unter Betriebsausfällen, Sicherheitsvorfällen wie Datendiebstahl, regulatorischen Verstößen und längeren Wiederherstellungszeiten. Solche Zugriffsmöglichkeiten durch Dritte oder gestohlene Zugangsdaten ermöglichen es jedoch Angreifern, sich seitwärts im Unternehmensnetz zu bewegen, weitere Systeme zu kompromittieren sowie erhebliche Finanz- und Reputationsschäden zu verursachen.

So verfügten viele US-Wasserwerke noch im Jahr 2023 über industrielle Steuerungssysteme und Mensch-Maschine-Schnittstellen (Human Machine Interface, HMI), die per Internet mit schwachen oder standardisierten Zugangsdaten verbunden waren. Angreifer konnten auf System-Dashboards zugreifen. Zur Vermeidung von potenziellen Sicherheits- und Betriebsrisiken war das Bedienungspersonal gezwungen, auf manuelle Prozesse umzuschalten. Solche Vorfälle zeigen, wie nicht verwaltete Fernzugriffe und fehlende Steuerungen schnell zu realen Betriebsstörungen führen. (Quelle: CISA 2023)

OT-Sicherheitslücken mit Privileged Remote Access schließen

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Die widerstandsfähigsten Organisationen werden diejenigen sein, die von „offener“ Konnektivität auf identitätszentrierte Verbindungen wechseln. Es muss klar sein, wer im Netzwerk aktiv ist, welche Änderungen durchgeführt und was für ein Zeitfenster dafür zugewiesen wird.

BeyondTrust Privileged Remote Access (PRA) sorgt für den entscheidenden Unterschied . Die BeyondTrust-Lösung bietet sicheren und kontrollierten Zugriff auf OT-Umgebungen und stellte auf reale Industrieanforderungen zugeschnittene Funktionen zur Verfügung sind.

1. Nahtlose und spezifische Konnektivität

Für agentenbasierte oder agentenlose Verbindungen einer Umgebung ermöglicht es Privileged Remote Access zuständigen Teams einen reibungslosen Zugang zu Endpunkten, ohne Software auf jedem Gerät installieren zu müssen.

2. Unterstützung für das Purdue-Modell

Das Purdue Reference Model ist ein Referenzmodell für Automations- und Industrienetze zum Schutz von Operational Technology. Durch Einsatz von Jump Points lassen sich mit Privileged Remote Access segmentierte Netzwerkarchitekturen nutzen. Selbst in komplexen Purdue-Modellumgebungen bleiben entsprechende Sicherheitszonen intakt, wenn notwendige Wartungsarbeiten durchzuführen sind.

3. Just-in-Time-Zugriff und Least-Privilege-Vorgaben

Privileged Remote Access erzwingt Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) und gewährt nur festgelegte Zeitfenster, die zur Erledigung der Aufgabe erforderlich sind.

4. Vollständige Session-Visibilität

Jede Sitzung kann aufgezeichnet und überwacht werden, so dass Sicherheitsteams in Echtzeit durchgeführte Befehle, Datenübertragungen und Änderungen einsehen können. Privileged Remote Access lässt sich zudem mit Enterprise-Identitätslösungen, Ticket- und Workflow-Automatisierungssystemen integrieren, so dass Zugriffsrichtlinien direkt mit bestehenden Abläufen verknüpft werden.

Betriebssicherheit im Jahr 2026

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Die Zielvorgabe für OT-Sicherheit im Jahr 2026 ist klar: Die Abhängigkeit von veralteter Konnektivitätstechnologie muss enden. Aktuelle Statistiken zeigen, dass industrielle Umgebungen häufiger und gezielter als je zuvor attackiert werden, wobei der Diebstahl von Zugangsdaten und Einsatz von Ransomware zu den häufigsten Angriffsmethoden zählen. Zum Schutz industrieller Prozesse müssen Organisationen sich von früher gebräuchlichen Alles-oder-Nichts-Zugängen verabschieden und für eine detaillierte, identitätsgetriebene Kontrolle sorgen.

Für viele Unternehmen beginnt dieser Prozess mit der Beseitigung klassischer VPNs und unzureichender Werkzeuge ohne Enterprise-Transparenz- und Kontrollfunktionen, die in industriellen Umgebungen unbedingt erforderlich sind. Im Gegensatz zu einem Standard-VPN, das breiten Netzwerkzugang bietet und ein Hauptziel für Angreifer ist, wurde BeyondTrust Privileged Remote Access für die spezifischen Anforderungen in OT-Umgebungen konzipiert. Veraltete Fernzugriffsmethoden werden durch eine speziell entwickelte Lösung ersetzt, die betriebliche Ausfälle in einer Organisationen vermeidet und Network Lateral Movement verhindert. MFA- und Just-in-Time-Berechtigungen ermöglichen Enterprise-Sicherheit und erleichtern die vertrauensvolle Zusammenarbeit der zugewiesenen Teams.

BeyondTrust Privileged Remote Access hilft OT-Organisationen, ihren Fernzugriff sicher zu verwalten, Compliance-Anforderungen einzuhalten und kritische Abläufe reibungslos umzusetzen.

Wie wollen Ihre Industriesicherheitsstrategie modernisieren? Nutzen Sie unser Angebot für eine OT-Sicherheitsbewertung und lernen Sie BeyondTrusts Sicherheitslösungen für Operational Technology kennen — zum Schutz kritischer OT-Systeme und zur Gewährleistung der Geschäftskontinuität

Häufig gestellte Fragen

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BeyondTrust Privileged Remote Access (PRA) bietet zeitlich begrenzten, identitätsverifizierten Zugang zu kritischen OT-Systemen, ohne dass eine umfassende Netzwerkexposition erforderlich ist. In industriellen Umgebungen ersetzt PRA statische Zugangsdaten und VPNs durch kontrollierte Sitzungen, die Least Privilege- und Multi-Faktor-Authentifizierung sowie vollständige Sichtbarkeit ermöglichen.

Der Fernzugriff ist einer der am häufigsten ausgenutzten Angriffswege auf OT-Umgebungen, in denen häufig Zugangsdaten geteilt, VPN-Zugriffe dauerhaft eingerichtet und nur begrenzte Überwachungsfunktionen verfügbar sind. Angreifer nutzen diese Zugriffspunkte, um Zugangsdaten stehlen, Seitwärtsbewegungen durchführen und Ransomware einsetzen zu können, die physische Abläufe, Sicherheitssysteme und Produktionsprozesse stören.

BeyondTrust Privileged Remote Access setzt Zero-Trust-Strategien in OT-Umgebungen um, indem jede Identität vor Sitzungsbeginn geprüft, die Zugriffsdauer begrenzt und das Least-Privileg-Prinzip durchgesetzt wird. Nur berechtigte Nutzer können auf die spezifischen Systeme zugreifen, die sie zur Erledigung ihrer Aufgaben benötigen, und das nur für einen festgelegten Zeitraum unter kontinuierlicher Kontrolle und Protokollierung aller Aktivitäten.

Im Gegensatz zu VPNs, die nach der Einwahl breiten Netzwerkzugang bieten, gewährt BeyondTrust Privileged Remote Access nur granularen, aufgabenspezifischen Zugriff auf einzelne OT-Systeme. Das vermeidet Seitwärtsbewegungen im Netzwerk und dauerhafte Zugangsberechtigungen. Multi-Faktor-Authentifizierung wird durchgesetzt und die betreffende Sitzung vollständig überwacht, um einen besseren Schutz industrieller Umgebungen vor Ransomware- und identitätsbezogenen Angriffen zu erreichen.

2026 sollten Organisationen identitätszentrierte Kontrollen für den OT-Zugriff priorisieren, einschließlich Just-in-Time-Berechtigungen, MFA, Sitzungsüberwachung und Anbieterzugriffsverwaltung. Da Ransomware und der Diebstahl von Zugangsdaten verstärkt auch gegen industrielle Systeme gerichtet werden, ist die Absicherung der Verbindung von Mitarbeitern und Dienstleistern auf OT-Umgebungen ebenso wichtig wie der Schutz der Systeme selbst.

Über den Autor

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Gayatri Karthy
Product Marketing Manager

Gayatri is a Product Marketing Manager at BeyondTrust for Privileged Remote Access. Prior to joining BeyondTrust, she worked across marketing functions, including channel marketing, customer marketing, and product marketing across large multinational corporations and smaller, agile companies. Gayatri currently lives in SF and enjoys traveling, practicing yoga, and watching horror movies in her free time.

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