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Erfahren Sie mehr Erfahren Sie mehrBeyondTrust wurde zum siebten Mal in Folge als führendes Unternehmen im Gartner® Magic Quadrant™ for PAM ausgezeichnet.
Erfahren Sie mehr Erfahren Sie mehrIT-Servicedesks spielen eine entscheidende Rolle bei der Bereitstellung wichtiger Funktionen einer Organisation, aber durch ihren Einsatz weitreichender Nutzerrechte sind sie auch ein attraktives Ziel für Angreifer. Dieser Blogbeitrag untersucht, wie IT-Servicedesk-Exploits den Missbrauch von Zugangsdaten, MFA-Umgebungen und erweiterten Privilegien ermöglichen, warum solche Angriffe zunehmen und was Organisationen zum Schutz des IT-Servicedesks im Rahmen einer privilegienzentrierten Identitätsstrategie unternehmen können.
In modernen Unternehmen ist der IT-Servicedesk eine zentrale, wenn auch häufig übersehene Schnittstelle, um technische Probleme zu lösen, Dateien wiederherzustellen, vergessene Passwörter zurückzusetzen und eine hohe Mitarbeiterproduktivität zu gewährleisten. Zur Erfüllung dieser Aufgaben benötigen IT-Support-Techniker jedoch weitreichende Zugriffsprivilegien, auf die es externe Bedrohungsakteure abgesehen haben.
Können Angreifer den IT-Servicedesk erfolgreich kompromittieren, untergraben sie damit womöglich die gesamte Sicherheitsstruktur einer Organisation. Solche Angriffe finden tagtäglich statt und haben verheerende Folgen. Von nationalstaatlicher Spionage bis hin zu Ransomware-Banden stellt der IT-Servicedesk daher den bevorzugten Angriffspunkt für Bedrohungsakteure dar, die auf immer neue Art und Weise nach (unberechtigten) Einwahlmöglichkeiten suchen.
IT-Servicedesks sind darauf ausgelegt, Benutzer zu unterstützen und nicht zu behindern. Die Mittel und Wege zur Hilfestellung schaffen indes Risiken, die Angreifer ausnutzen wollen.
Durch eine Kombination aus grundlegender Online-Recherche und Vishing (Voice Phising) oder möglicherweise sogar KI-Deepfakes können Angreifer sich leicht als Mitarbeiter, Dienstleister oder Führungskräfte ausgeben. Ziel ist es, IT-Servicedesk-Mitarbeiter auszutricksen, von Angreifern kontrollierte Geräte für die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) einzubinden, Zugangsdaten zurückzusetzen oder Sicherheitskontrollen zu umgehen.
Social Engineering ermöglicht es dem Angreifer, eine Zielidentität zu kompromittieren, wenn beispielsweise ein Passwort erbeutet wurde, aber durch zusätzliche MFA-Mechanismen der Einwahlvorgang gestoppt wurde. Über den IT-Servicedesk könnte ein Angreifer die Sicherheitsvorkehrungen umgehen.
Identitätsverifizierungsprozesse basieren oft auf grundlegenden oder leicht zugänglichen Informationen, so dass sie gegen zielgerichtete Angriffe nur einen minimalen Schutz bieten. Angreifer können die betreffenden Informationen aus öffentlichen Quellen, zurückliegenden Datenpannen oder einfach per Telefonat mit einem Mitarbeiter gewinnen.
Drücken Sie die „0“ für eine Leitung nach außen: Die Rufnummern des internen IT-Servicedesks werden im Regelfall nicht nach außen kommuniziert. Gewiefte Angreifer geben daher nach Anruf bei der offiziellen Support-Nummer an, sich als Mitarbeiter verwählt zu haben — verbunden mit der Bitte, an den richtigen Service-Mitarbeiter weitergeleitet zu werden. Auf diese Weise könnten sie einen internen Anruf innerhalb der Organisation vortäuschen und der eventuellen Grundskepsis ihres Gegenübers entgegenwirken.
Ziel externer Angreifer ist es, weitreichende Nutzerprivilegien und Zugriff auf möglichst viele Systeme zu bekommen. In manchen Fällen kann die Kompromittierung der Identität eines einzelnen IT-Servicedesk-Mitarbeiters gleichbedeutend mit der Kompromittierung aller Identitäten einer Organisation sein. Wird im Unternehmen beispielsweise ein VPN-Zugang (Virtuelles Privates Netzwerk, VPN) für den Mitarbeiterzugriff aus der Ferne genutzt, gefährdet eine kompromittierte Identität mit privilegiertem Zugriff das gesamte Netzwerk.
Angesichts des (meist) hohen Support-Ticket-Aufkommens und der gängigen Praxis, sich in verschiedene Systeme einzuloggen, fällt ein Phishing-Angriff häufig nicht einmal auf. Dies gilt insbesondere für immer häufigere AiTM-Angriffe (Adversary-in-the-Middle), bei denen täuschend echt wirkende Phishing-Seiten zwischen dem Opfer und einem legitimen Dienst platziert werden. Solche Angriffe legen nicht nur die Zugangsdaten des betroffenen Nutzers offen, sondern auch Session-Tokens, mit denen Angreifer leichter MFA-Mechanismen umgehen und auf Systeme zugreifen können.
Die Risiken erhöhen sich zudem exponentiell, wenn Organisationen auf gemeinsame Drittanbieter-Servicedesks vertrauen, denn eine kompromittierte Identität würde dann gleich mehrere Organisationen betreffen.
Die Imitation eines IT-Servicedesks ist eine besonders wirksame Methode, mit der Angreifer direkt an Informationen gelangen oder einen Mitarbeiter per Anruf dazu bringen, bestimmte Aktionen auszuführen oder eine Backdoor auf dessen Laptop dauerhaft zu installieren.
Beispiel für ein Angriffsskript: „Hallo, hier ist Bob aus der IT. Wir haben ungewöhnliche Aktivitäten auf deinem Laptop bemerkt... Ich habe hier ein Tool, das du ausführen müsstest, um diese Vorgänge zu beenden und zu verhindern, dass dein Konto gesperrt wird.“
Viele Organisationen nutzen robuste Endpoint Detection and Response (EDR)-Lösungen zur Erkennung von bösartigem Code, aber die Erkennung komplexer Angriffsmuster fällt Fernzugriffs- und Management-Tools schwer. Diese Werkzeuge bieten Angreifern einen unauffälligen Mechanismus, um auf das System und die Dateien aus der Ferne zuzugreifen sowie die Rechte des Nutzers auszunutzen, zusätzliche lokale Konten zu erstellen oder sich seitwärts im Netzwerk zu bewegen.
Das Least-Privilege-Prinzip wird beim IT-Servicedesk nicht durchgesetzt, da zur Erfüllung der zugewiesenen Aufgaben nun einmal hohe Privilegien erforderlich sind. Das schafft jedoch Risiken und blinde Flecken:
Strategien zur Schadens- und Risikominimierung im Zusammenhang mit IT-Servicedesk-Attacken:
IT-Servicedesks sind häufig das schwächste Glied in der Sicherheitskette – und Angreifer wissen das. Durch Kombination von Social Engineering und privilegierten Zugriffsrechten können IT-Servicedesks als Werkzeug zur Kompromittierung digitaler Identitäten dienen.
Entscheidend ist, ob Organisationen die Sicherheit des IT-Servicedesks als wesentlichen Bestandteil einer umfassenden Privileged Access Management (PAM)-Strategie verstehen. Identitätssicherheit ist ein hart umkämpftes Gebiet der aktuellen Security-Landschaft. Das Ziel für Sicherheitsverantwortliche ist klar: Höchste Sicht auf Eskalationspfade und Privilegien, Abschaffung dauerhafter Nutzerprivilegien und Schutz beim Einsatz von Privilegien.
Gehen Sie den nächsten Schritt mit BeyondTrust:
Gerne können Sie auch mit einem Experten über die Absicherung privilegierter Zugriffe und Paths to Privilege™ für IT-Servicedesk und Unternehmen sprechen — kontaktieren Sie uns: https://www.beyondtrust.com/de/contact.
Angreifer nutzen IT-Servicedesks häufig mit Social-Engineering-Techniken wie Vishing, Phishing und Imitation aus. Diese Angriffe werden oft mit Missbrauch der MFA-Anmeldung, Zurücksetzen von Zugangsdaten und dem Missbrauch legitimer Fernzugriffstools kombiniert, um dauerhaften Zugriff zu erhalten und traditionelle Sicherheitskontrollen zu umgehen.
MFA allein schützt IT-Servicedesks nicht vollständig, da Servicedesk-Arbeitsabläufe oft das Zurücksetzen von Zugangsdaten oder eine neue MFA-Registrierung erlauben. Angreifer nutzen diese Prozesse aus, um MFA vollständig zu umgehen, wodurch der Servicedesk zu einem unbeabsichtigten Mechanismus zur Wiederherstellung oder Gewährung vertrauenswürdiger Zugriffe wird.
Dauerhafte Privilegien erhöhen das Sicherheitsrisiko für einen IT-Servicedesk, da anhaltend hohe Zugriffsrechte vergeben werden, die über das hinausgehen, was für jede Aufgabe benötigt wird. Wenn eine Servicedesk-Identität kompromittiert wird, können Angreifer diesen kontinuierlichen Zugriff nutzen, um Zugangsdaten zurückzusetzen, Rechte zu erhöhen und den Explosionsradius in der gesamten Organisation zu erweitern.