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Die Checkliste für vollständiges Privileged Access Management (PAM)

23.05.2025

Welche Funktionen sollte ein effektives und vollständiges Privileged Access Management umfassen und wie sind sie im Unternehmen implementierbar, um hybride Umgebungen unterstützen, die Sicherheit erhöhen und den Betrieb vereinfachen zu können?

Author:
Morey Haber Photo
Morey Haber
Chief Security Advisor
Full Stack PAM
Die Checkliste für vollständiges Privileged Access Management (PAM)
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Morey Haber
Chief Security Advisor

Least-Privilege-Strategie für „Defense in Depth“

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Seit vielen Jahren schon empfehlen IT-Analysten Privileged Access Management (PAM) zum Schutz menschlicher und nicht-menschlicher Identitäten, um moderne und identitätsbasierte Angriffsvektoren zu entschärfen. Unternehmen sehen sich immer raffinierteren Bedrohungen ausgesetzt, die alle Arten von Identitäten und Konten ins Visier nehmen — insbesondere solche mit privilegierten Zugriffsrechten. Privilegierte Konten bieten weitgefassten Zugriff auf kritische Systeme, sensible Daten und die gesamte administrative Kontrolle eines Unternehmens.

Wenn ein Konto überprivilegiert oder nicht verwaltet wird, reicht Angreifern schon eine kompromittierte Identität, um sich seitwärts im Unternehmensnetz weiterbewegen, Berechtigungen eskalieren, Ransomware ausführen oder Daten exfiltrieren zu können. Angreifer könnten an irgendeiner Stelle an Admin-Zugangsdaten gelangen, Sicherheitstools deaktivieren, Systeme im gesamten Netzwerk verschlüsseln und Lösegeld in Millionenhöhe erpressen – und das alles, ohne die herkömmliche Bedrohungserkennung auszulösen. Solche Schäden sind nicht nur kostspielig, sondern für das Ansehen einer Organisation verheerend.

Deshalb ist ein vollständiger PAM-Ansatz unverzichtbar, um gegen moderne identitätsbasierte Bedrohungen geschützt zu sein. So wird sichergestellt, dass jede Ebene des privilegierten Zugriffs — von digitalen Identitäten über Endpunkte bis hin zur Cloud — abgesichert und zur Verhinderung unangemessener Zugriffe oder Aktivitäten überwacht wird. Dafür werden klassische und moderne PAM-Funktionen im Rahmen einer einheitlichen End-to-End-Strategie kombiniert, um Systeme zu härten und gegen sich entwickelnde Bedrohungen stets einen Schritt voraus zu sein.

Definition von vollständigem Privileged Access Management

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Umfassendes Privileged Access Management beinhaltet eine einheitliche End-to-End-PAM-Strategie, die alle privilegierten Zugriffe auf jeder Ebene einer IT-Umgebung sichert und kontrolliert. Privilegierte Anmeldeinformationen werden verwaltet. Zugriffe, Zertifizierungen und Kontrollen von Secrets, Schlüsseln und Sitzungen werden überwacht. Die sicherheitsbezogene Unterstützung gilt für alle Umgebungen im Gesamtunternehmen – lokal, in der Cloud und hybrid. Dabei müssen sowohl menschliche als auch maschinelle Identitäten einbezogen werden und das Management privilegierter Aktivitäten bis zu agilen Entwicklungsprozessen (DevOps) reichen.

Ein vollständiger und sicherer Fernzugriff auf privilegierte Konten ist konsequent durchzusetzen, unabhängig davon, ob es sich auf Benutzerseite um Mitarbeiter, Auftragnehmer, Lieferanten oder Prüfer handelt. Grundsätzlich fallen alle privilegierten Konten oder privilegierten Benutzerrechte in den Aufgabenbereich wirksamer PAM-Technologien, die sich nahtlos in das gesamte IT-Ökosystem integrieren und vorzugsweise über eine einheitliche Managementplattform steuern lassen. Für die erforderliche Benutzerfreundlichkeit sorgen dynamische Zugriffskontrolle, adaptive Authentifizierung, umfangreiche Berichterstellung und wichtige Integrationen. So werden Richtlinien durchgesetzt, die mit Zero-Trust-Strategien, Secure-by-Design-Prinzipien und Best Practices für das Identitäts- und Zugriffsmanagement (IAM) übereinstimmen.

Sicherheitsebenen für umfassendes Privileged Access Management

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Moderne Unternehmen müssen sich mit mehreren Bedrohungsvektoren auseinandersetzen – von digitalen Identitäten und Endpunkten bis zu Cloud- und SaaS-Diensten. Während spezialisierte Punktlösungen einen bestimmten Bedrohungsvektor oder eine bestimmte Umgebung absichern können, entstehen bei fragmentierten Lösungsansätzen durch Verwaltung mehrerer Einzellösungen kritische Lücken, die Angreifer ausnutzen können. Kritische Paths to Privilege™ müssen erfasst und Angreifer aufgehalten werden.

Verwaltung privilegierter Konten und Anmeldeinformationen

PAM beginnt mit dem Schutz privilegierter Identitäten, Secrets und Anmeldeinformationen:

  • Speicherung von Anmeldeinformationen: Speichern von privilegierten Anmeldeinformationen und Secrets in sicheren, verschlüsselten Datenbanken (Passwort-Safe oder -Tresor).
  • Erstellung oder Rotation von Kennwörtern, Schlüsseln und Secrets: Regelmäßige Aktualisierung von Kennwörtern und Secrets, damit vorhandene Anmeldeinformationen nicht zu privilegierten Angriffsvektoren werden.
  • Erfassung und Onboarding privilegierter Konten und Assets: Automatisches Scannen der Umgebung zur Identifizierung privilegierter Konten, Anmeldeinformationen und Systeme. Daran anschließende Integration in eine PAM-Lösung für die zentrale Verwaltung, Überwachung und Durchsetzung von Richtlinien.
  • Reporting: Bereitstellung umfassender Nachweisberichte für die Verwaltung von Passwörtern und Secrets, einschließlich Rotation und Asset-Anfragen.

Verwaltung und Überwachung von Sitzungen

Die nächste Ebene umfasst die Echtzeitüberwachung privilegierter Sitzungen, um Rechenschaftspflichten und eine überprüfbare Protokollierung für Compliance- und Untersuchungszwecke gewährleisten zu können:

  • Zugriffsverwaltung: Bereitstellung sicherer Sitzungszugriffe, unabhängig von Quell- und Zielstandort und ohne Offenlegung nativer Betriebsprotokolle. Bei jedem Zugriff sollte Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) erzwungen, die Verschleierung von Secrets ermöglicht und das Prinzip der geringsten Rechte durchgesetzt werden.
  • Sitzungsaufzeichnung: Erfassung und sichere Speicherung privilegierter Aktivitäten für Audits und forensische Analysen, um die Sicherheit jeder Session zu gewährleisten.
  • Live-Sitzungsüberwachung: Administratoren können verdächtige Sitzungen in Echtzeit über manuelle oder automatisierte Prozesse beenden.
  • Erkennung von Anomalien: Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellem Lernen, um ungewöhnliche Verhaltensweisen während privilegierter Sitzungen zu identifizieren, wie z. B. Zugriff außerhalb typischer Arbeitszeiten, unerwartete Befehle oder laterale Bewegungen.

Endpoint Privilege Management

Endgeräte sind häufige Ziele von Cyberangriffen durch Social Engineering und Ausnutzung von Schwachstellen. Endpoint Privilege Management (EPM) stellt sicher, dass Bedrohungsakteure keine privilegierten Schwachstellen an Endpunkten ausnutzen und ihren Zugriff innerhalb des Netzwerks erweitern können. Dafür werden Privilegien entfernt und das Prinzip der geringsten Rechte (PoLP) durchgesetzt.

  • Applikationskontrolle: Zulassen und Blockieren von Anwendungen, um nicht autorisierte Softwareausführung, -installation und -angriffe zu verhindern.
  • Just-in-Time-Zugriff (JIT): Erteilung von temporären, kontextbezogenen und zeitgebundenen Berechtigungen, um die Angriffsfläche für Anwendungen und Betriebssystembefehle zu reduzieren.
  • Erweiterte Privilegien: Zuweisung erhöhter Zugriffsrechte für bestimmte Aufgaben, ohne dem Benutzer – sondern nur der Anwendung – vollständige Administratorrechte zu gewähren.
  • Least Privilege: Sicherstellung, dass Benutzer und Anwendungen nur auf benötigte Dienste zugreifen, wenn sie zur Erfüllung ihrer Aufgaben erforderlich sind.
  • Änderungskontrolle: Erzwingen der Änderungskontrolle und Überwachungsprotokollierung für alle privilegierten Aktivitäten, einschließlich Softwareinstallationen und Betriebssystemänderungen.

Verwaltung von Cloud-Berechtigungen

Cloud Entitlement Management verringert Cloud-Angriffsvektoren, indem es den Zugriff auf dynamische und skalierbare Ressourcen schützt. Risiken sinken, indem übermäßige Cloud-Berechtigungen bewertet und entfernt und JIT-Zugriffe auf Cloud-Ressourcen ermöglicht werden, um dauerhafte Berechtigungen zu vermeiden.

  • IAM-Integration: Erweiterung von PAM auf Cloud-IAM-Tools für eine nahtlose Kontrolle von Cloud-Ressourcen.
  • API-Sicherheit: Schutz des privilegierten Zugriffs auf Cloud-APIs unabhängig von der XaaS-Plattform, einschließlich lizenzierter SaaS-Lösungen.
  • Multicloud-Management: Zentralisierung privilegierter Zugriffskontrollen über mehrere Cloud-Plattformen hinweg, um Konfigurationsabweichungen, Missmanagement und laterale Cloud-zu-Cloud-Bewegungen zu verhindern.
  • Berechtigungen: Durchsetzung des Least-Privilege-Prinzips durch Identifizieren und Entfernen übermäßiger Cloud-Berechtigungen.
  • Fernzugriff: Bereitstellung von JIT-Zugriffen auf Cloud-Ressourcen, Entfernung dauerhafter Kontenprivilegien und Überwachung aller Aktivitäten auf angemessenes Verhalten.

Automatisierte Verwaltung von Berechtigungen

Die zunehmende Automatisierung, insbesondere in agilen DevOps-Umgebungen und durch Robotic Process Automation (RPA), stellt PAM vor neue Herausforderungen. Über die Verwaltung von Automatisierungsberechtigungen erreichen Sie, dass schnelle Entwicklungszyklen und Reaktionen sowie die Integration von Drittanbietern nicht die Sicherheit insgesamt beeinträchtigen.

  • Secrets Management: Schutz von API-Schlüsseln, Tokens und anderen Secrets, die in automatisierten Workflows eingesetzt werden.
  • CI/CD-Integration: Einbettung von PAM in CI/CD-Tools (Continuous Integration/Continuous Deployment), um Best Practices für die sichere Entwicklung durchzusetzen.
  • Nicht-menschliches Identitätsmanagement: Steuerung des Zugriffs für nicht-menschliche oder maschinelle Identitäten, Bots, Agenten-KI und automatisierte Prozesse, einschließlich solcher, die in OT- und IoT-Umgebungen verwendet werden.

Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und IT-Governance

PAM ist nicht nur eine Sicherheitsmaßnahme zur Risikominderung. An vielen Standorten und für bestimmte Branchen fordert der Gesetzgeber bestimmte Best Practices für privilegierte Konten und Sitzungen ein. PAM-Lösungen ermöglichen die Einhaltung gängiger Compliance-Anforderungen:

  • Durchsetzung von Richtlinien: Sicherstellen, dass der privilegierte Zugriff mit internen Richtlinien und externen Vorschriften für den gesamten Identitätsbestand übereinstimmt.
  • Sofortprotokollierung: Bereitstellung detaillierter Berichte und Protokolle zum Nachweis der Compliance auf jeder Ebene innerhalb des Geltungsbereichs.
  • Rollenbasierte Zugriffskontrolle (RBAC, Role-Based Access Control): Durchsetzung granularer Zugriffsrichtlinien auf der Grundlage von Rollen und Verantwortlichkeiten für alle privilegierten Aktivitäten zu jeder Zeit.
  • IT-Governance: Sicherstellung, dass der privilegierte Zugriff für IGA-Joiner-, Mover- und Leaver-Prozesse (Identity Governance and Administration) geeignet ist.

Wichtige Erfolgsfaktoren

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Für die effiziente Implementierung einer vollständigen PAM-Lösung benötigen Unternehmen einen umfassenden, integrierten Ansatz, der alle Ebenen privilegierter Zugriffe abdeckt. Für die erforderliche Transparenz und Kontrolle sorgt eine einheitliche und zentrale Plattform zur standortunabhängigen Verwaltung von Berechtigungen. Passwörter werden rotiert, Anmeldeinformationen erfasst und Freigaben über Passwordless Authentication bedarfsgerecht in Cloud-, Multicloud- und Hybridumgebungen eingespielt.

Die Integration von Drittanbietern sorgt für eine nahtlose Integration mit bestehenden IT- und Sicherheitstools wie SIEM, SOAR, ITSM-Plattformen oder IAM-Lösungen. Unter Einhaltung von Zero-Trust-Prinzipien wird sichergestellt, dass Zugriffe kontinuierlich verifizierbar sind. Durch Advanced Threat Analytics lassen sich Bedrohungen mithilfe von KI-gesteuerten Verhaltensanalysen und Vorhersagen frühzeitig erkennen und minimieren. Eine benutzeroptimierte und moderne Sicherheitsplattform basiert auf standardmäßigen UX-Best-Practices und erhöht die Akzeptanz aller Beteiligten im Unternehmen.

BeyondTrust bietet eine umfassende PAM-Plattform, die identitätsorientierte Sicherheitsprinzipien mit einfach konfigurierbaren Betriebsabläufen und technologisch breiter Abdeckung kombiniert. BeyondTrust integriert zahlreiche Management- und Sicherheitsfunktionen für die Kontrolle von Berechtigungen, Sitzungen und Fernzugriffen:

  • Sicherer, privilegierter Zugriff für menschliche und maschinelle Identitäten in hybriden Umgebungen
  • Least-Privilege-Strategie und JIT-Zugriff auf jeder Ebene
  • Automatische Erkennung und Integration von Anmeldeinformationen, Konten und Assets
  • Überwachung, Protokollierung und gesetzeskonforme Prüfung privilegierter Aktivitäten
  • Echtzeit-Erkennung und -Reaktion auf Identitätsbedrohungen über Identity Threat Detection and Response (ITDR)
  • Integrierte IAM-, ITSM- und SIEM-Lösungen für nahtlose Workflows und Transparenz

Die Sicherheitsplattform BeyondTrust Pathfinder bietet einheitliches PAM, das sich an Ihre Umgebung anpasst, ohne die Sicherheit oder Benutzerfreundlichkeit zu beeinträchtigen — unabhängig davon, ob sie in der Cloud, vor Ort oder in hybriden Modellen bereitgestellt wird.

Weitere Schritte

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Vollständiges Privileged Access Management ist nicht nur ein Produkt, sondern eine umfassende Identitätssicherheitsstrategie, die Unternehmen eine ganzheitliche Absicherung aller privilegierten Zugriffe abverlangt. In einer identitätszentrierten Bedrohungslandschaft ist das notwendig und beinhaltet privilegierte Zugriffe auf jeder Ebene im Unternehmen.

Mindern Sie moderne identitätsbasierte Risiken, schützen Sie Endpunkte und reduzieren Sie die Angriffsfläche durch branchenführende Best Practices. Schützen Sie sensible Ressourcen vor allen Arten von unangemessenem Zugriff, Malware und Aktivitäten. Weisen Sie die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften unabhängig von der Geolokalisierung nahtlos nach. Unterstützen Sie eine moderne Belegschaft mit einer Defense-in-Depth-Strategie, die die Leitprinzipien von Least Privilege verwendet, um Mitarbeiter überall zu unterstützen.

Beim vollständigen PAM-Ansatz geht es um mehr als Sicherheit. Unternehmen sollen in die Lage versetzt werden, in einer zunehmend identitätszentrierten Welt vertrauenswürdig handeln zu können. Erfahren Sie, wie BeyondTrust moderne Unternehmen unterstützt. Lernen Sie die BeyondTrust Pathfinder-Plattform kennen, die alle PAM-Funktionen auf einer einheitlichen Konsole zur Verfügung stellt. Zu diesen Themen können Sie auch gerne direkt einen BeyondTrust-Experten kontaktieren.

Über den Autor

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Morey Haber
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