Sind tatsächlich alle Zugriffe auf kritische IT-Systeme abgesichert? Endet das tagelange Studium von Best-Practice-Vorgaben in einem zeit- und kräfteraubenden Implementierungsprozess? Beschweren sich Endanwender über den Verlust privilegierter Zugriffsrechte? Das sind nur einige der Problemfragen, denen IT-Administratoren und IT-Verantwortliche seit Jahren ausgesetzt sind. Bei der komplexen Analyse möglicher Bedrohungen von innen haben viele IT-Abteilungen eine ganz entscheidende Frage übersehen: „Wie sieht es mit der Sicherheit privilegierter Zugangsdaten aus, die wir als IT-Administratoren und privilegierte Nutzer einsetzen?“ Und: „Wie schützen wir uns vor einem selbstverschuldeten Sicherheitsalptraum?“
Jahrelang habe ich mit Berufskollegen genügend Horrorgeschichten
ausgetauscht, wie unvorsichtige Nutzer hinterlistige Malware
heruntergeladen oder ein System abgeschossen haben, weil sie einfach
nicht wussten, was sie taten. In der Regel endeten die Geschichten mit
dem Nachsatz: “Hätten diese Nutzer keine Admin-Rechte gehabt, wäre das
alles überhaupt nicht passiert.“ Und dann erinnerte ich mich an einen
selbstverschuldeten Vorfall, als ich eine scheinbar zulässige
Applikation heruntergeladen hatte. Gleich nach „erfolgreicher“
Installation war ich selber einer dieser unvorsichtigen Nutzer. Ein
übler Ransomware-Virus hatte sofort die Kontrolle übernommen und stellte
mich freundlich, aber bestimmt vor die Wahl, die unleserlich gemachten
Daten gegen eine Gebühr von $499 über einen angegebenen Weblink wieder
zu entschlüsseln.
Die Situation hätte noch schlimmer ausgehen können, wäre ich auf
einem Arbeitsrechner eingeloggt gewesen — oder sogar auf dem
Hauptrechner, auf dem viele sensible Daten lagern. Zum Glück hatte ich
es mir aber angewöhnt, Download-Programme grundsätzlich nur über eine
virtuelle Maschine herunterzuladen. Also musste ich die VM-Instanz nur
löschen und konnte mit einem frischen Image neu starten. Andere hatten
nicht so viel Glück, was besonders in Umgebungen mit geschäftskritischen
Daten brandgefährlich ist.
Und es hört ja nicht bei Downloads über das Internet auf. Wie steht
es generell um den Einsatz privilegierter Zugangsdaten? In einer
früheren Berufsposition benötigte ich Zugriff auf verschiedene
Umgebungen innerhalb sicherheitsrelevanter Netzwerke. Aus
Sicherheitsgründen hatte die IT-Abteilung vorgegeben, dass ich für jedes
Netz mit den betreffenden IT-Systemen unterschiedliche Admin-Konten
erhalten sollte. Auf diese Weise verfügte ich nicht nur meine üblichen
Zugriffsdaten für den täglichen Einsatz, sondern auch noch über drei
zusätzliche Konten, die mir Zugriff auf drei weitere Netzwerkbereiche
mit den entsprechenden IT-Systemen verschafften. Die ursprüngliche
Überlegung dabei war, dass eine Sicherheitsverletzung bei einem
Admin-Account nicht weitere Sicherheitsverletzungen bei den anderen
Konten nach sich ziehen sollte.
Das Problem aus meiner Sicht war aber, dass der menschliche Faktor
außer Acht gelassen wurde. Aus Sicherheitssicht war vorgesehen, für
jeden dieser Accounts unterschiedliche, komplexe Passwörter einzurichten
und regelmäßig nach 90 Tagen auszutauschen. Zunächst hatte ich auch
genau das vor, aber nach Monaten schon ging ich angesichts von
Zeitmangel und Arbeitsbelastung dazu über, immer identische Passwörter
zu verwenden. Ist es also unrealistisch, von privilegierten Nutzern
stets das richtige Verhalten einzufordern, den menschlichen Faktor bei
der Kontrolle von Passwortvorgaben aber zu vernachlässigen und so
Risiken bei der Vergabe von Zugangsdaten einzugehen?
Natürlich ist die Bedrohung durch externe Angreifer immer noch am
höchsten, aber auch dabei sind Anwender mit privilegierten
Zugriffsrechten lukrativere Angriffsziele, weil sie weitreichende
Zugriffsrechte auf IT-Systeme haben. Neuesten Studien zufolge werden
über 50% der Sicherheitsverletzungen von Systemadministratoren oder
Personen mit privilegierten Zugriffsrechten verursacht.
Wo setzt man also am besten an? Wie lassen sich privilegierte Konten
und privilegierte Zugriffsrechte schützen? Die Wahl der richtigen
Passwortmanagement-Lösung ist ein guter Startpunkt. Die Zeiten müssen
vorbei sein, dass Passwörter per Excel-Liste gepflegt und unter
IT-Verantwortlichen oder Administratoren ausgetauscht werden (womöglich
noch unter dem Dateinamen ‚Passwörter‘). Beim Austausch von
Passwortlisten besteht immer die Gefahr, dass jemand die brisanten
Informationen missbraucht. Auch viele Passwortlösungen helfen hier nicht
wirklich weiter, weil sie immer noch auf der manuellen Erstellung,
Aktualisierung und sicheren Verwahrung von Kennwörtern basieren. Und die
Absicherung der wertvollen Passwörter beruht ebenfalls auf was? Genau —
einem Passwort.
Im Unternehmensumfeld kommen daher verstärkt Enterprise-Passwortlösungen zum Einsatz. Mit einem Passworttresor wie Bomgar Vault,
sind die Tage vorbei, dass Passwörter auf Notizzetteln festgehalten und
unter der Tastatur versteckt werden — vorbei auch die Zeiten von
Excel-Listen oder Freeware-Programmen. Verwalten Sie Zugangsdaten besser
über den bestehenden LDAP-Verzeichnisdienst oder eine
Zwei-Faktor-Authentifizierungslösung und verwahren Sie privilegierte
Zugriffsdaten in verschlüsselter Form. Mit einem
Enterprise-Passworttresor lassen sich Passwort-Policies und die Rotation
von Kennwörtern automatisch durchsetzen. Nutzer müssen sich nicht mehr
an zuletzt verwendete Passwörter erinnern, und sie werden auch nicht
identische Kennwörter für mehrere Accounts einrichten können.
Die Passwortwahl ist immer ein sensibler und sicherheitsanfälliger
Faktor beim Schutz von IT-Infrastrukturen und Daten. Häufig ist der
menschliche Faktor der Hauptgrund für den Missbrauch von Zugriffsdaten.
Durch Einsatz eines Passwort Vaults im Unternehmen werden menschliche
Fehler in diesem Prozess vermieden, ohne dass die Produktivität darunter
leidet.
Erfahren Sie im folgenden Video
mehr darüber, wie Bomgar Vault die Sicherheits- und Compliance-Vorgaben
Ihrer Organisation bei privilegierten Nutzerkonten durchsetzt.
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