Die Ansprüche an digitale Behördenplattformen wachsen. Gleichzeitig muss die IT sicher und stabil laufen.

IT-Beauftragte auf Behördenseite müssen Anforderungen an Skalierbarkeit, Produktivität und Sicherheit mit Zielvorgaben wie Flexibilität, Schnelligkeit und nicht zuletzt Kostenersparnis in Einklang bringen. Der Aufgabenkatalog wächst kontinuierlich, und praxisgeschulte Fachleute sind eine knappe Ressource, aber von IT-Abteilungen wird gewünscht, „mit weniger mehr zu erreichen“.

Ohnehin schon eng gesteckte IT-Budgets kommen unter zusätzlichen Druck. Die parallele Nutzung privater und beruflich genutzter Mobilgeräte ist da nur ein Beispiel für die gewachsenen Ansprüche an digitale Behördenplattformen. Immer komplexere Abläufe erschweren es, im laufenden Betrieb eine funktionierende IT zu gewährleisten.

Hacker rüsten auf

Gleichzeitig rüsten Hacker und ­Cyber-Angreifer Tag für Tag ihre digitalen Möglichkeiten auf, um rund um die Uhr sensible Daten abgreifen und wichtige Netzwerke ausschalten zu können. In den zurückliegenden Monaten gab es eine Serie weitläufig dokumentierter Sicherheitsvorfälle, von denen auch öffentliche Institutionen betroffen waren. Der schlagzeilenträchtigste IT-Sicherheitsvorfall war wahrscheinlich der „Bundestags-Hack“. In einer mehrtägigen Cyberattacke auf das Computernetzwerk des Parlaments gelang es unbekannten Angreifern, Administrationsrechte für die Infrastruktur zu gewinnen und so mehrere Gigabyte an Informationen abzugreifen.

In jüngster Zeit setzten dann Computerviren die IT-Systeme mehrerer Kliniken außer Kraft. Server mussten abgeschaltet und komplette Systeme heruntergefahren werden. Die Cyber-Attacken zwangen Ärzte und Mitarbeiter dazu, ihre Befunde und Anweisungen wie vor zehn Jahren handschriftlich zu notieren. Chefärzte und Angestellte arbeiteten mit diesen Zetteln, welche nach einem aufwendigen Verfahren verteilt wurden. In der Folge waren die Arbeitsabläufe massiv betroffen, viele Operationen fielen ganz aus. Mehr...